Bischofberger Transporte ist ein Bregenzerwälder Familienbetrieb, der als zentrales Logistikunternehmen für die regionale Grundversorgung im Bregenzerwald sorgt.

Seit zehn Jahren war der Betrieb auf der Suche nach einem neuen Standort im Bregenzerwald, da der bisherige Firmensitz aus allen Nähten platzte. Einziger möglicher neuer Standort war ein landwirtschaftliches Grundstück in der Gemeinde Reuthe, welches zuerst in ein Betriebsgebiet umgewidmet werden musste. Dagegen formierte sich Widerstand von einigen Anrainern, welcher in einem Volksbegehren und schließlich in einer Volksabstimmung gipfelte.

wikopreventk wurde engagiert, um die begleitende Stakeholder-Kommunikation rund um die Betriebsansiedelung sowie die Kampagne für die Volksabstimmung zu konzipieren. Im Herbst 2015 stimmten 70 Prozent der BürgerInnen für eine Betriebsansiedelung des Logistikunternehmens, die Wahlbeteiligung lag bei 75 Prozent.

So bedankte sich das Bischofberger-Team für das Ergebnis der Volksabstimmung. @ Bischofberger Transporte

Was waren die Eckpfeiler der Strategie?

Dieter Bitschnau, Geschäftsführer wikopreventk: Erstens ging es darum, strategisch Maßnahmen zu entwickeln, die der Bregenzerwälder Bevölkerung vor Augen führen, dass sie von einer Abwanderung des Unternehmens persönlich betroffen ist. Zweitens musste es uns gelingen, die BefürworterInnen auch tatsächlich zum Gang in das Wahllokal zu mobilisieren. Daher haben wir zentrale Botschaften entwickelt, welche die Bedeutung und den Nutzen des Logistikunternehmens für jeden persönlich ganz klar verständlich machen. Wir haben zudem stark auf den Zusammenhalt der “Wälder” gesetzt.

Nicht nur bei Betriebsansiedelungen wird immer öfter der Ruf laut, die Bürger und Bürgerinnen abstimmen zu lassen. Was raten Sie Unternehmen und Projektwerbern, z.B. im Straßen- oder Kraftwerksbau?

Bitschnau: Referenden können für Investitionsprojekte gefährlich werden, da sie zur Emotionalisierung beitragen. Strategische Projektkommunikation und Beteiligungsformate sollten von Anfang an so konzipiert sein, dass ein Referendum gar nicht notwendig wird.