wikopreventk-Geschäftsführer Harald Schiffl und Datenexperte Sebastian Naderer erläutern, welche Vorteile Big-Data-Analysen im Management von Krisen bringen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Big Data-Analysen machen es im Krisenfall möglich, in Echtzeit und strategisch zielgerichtet zu arbeiten.
  • In der Krisenprophylaxe können latente Signale und Themen identifiziert und laufend beobachtet werden.
  • Mit Hilfe moderner Verfahren ("Predictive Analytics") können zukünftige Entwicklungen innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite vorhergesagt werden.
  • Das hilft, Kommunikationsinstrumente besser aufeinander abzustimmen, und erhöht den Handlungsspielraum des Krisenmanagements.

Krisen sind in der Regel sehr vielschichtig, hochdynamisch und entfalten ganz unterschiedliche Wirkungen bei einer Vielzahl an diversen Dialoggruppen. wikopreventk setzt daher bei allen Krisenkunden auf Big Data-Analysen. Geschäftsführer Harald Schiffl„Wir erleben heute Kommunikation in Echtzeit. Die intensive Nutzung von Big-Data-Analysen im Krisenfall erlaubt uns, rasch und strategisch zielgerichtet zu (re)agieren. Unsere Klienten profitieren davon, dass wir dadurch bei kleinsten Veränderungen z.B. in der Befindlichkeit von Kunden, oder am Beginn einer Meinungsänderung über das Unternehmen in Medien auf diese Entwicklungen eingehen können, auch wenn sie noch unter der Oberfläche ‘brodeln’. Big-Data-Analysen verzahnt mit professioneller Kommunikation sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Bewältigung von Krisen.”

Das sieht auch Sebastian Naderer, Big Data-Experte und Co-Initiator der datrionGROUP, so: “Big Data-Analysen helfen, die Komplexität im Krisenfall zeitnah zu entwirren und Zusammenhänge zu untersuchen. Damit können Kommunikationsmaßnahmen nicht nur effizienter gestaltet werden, sondern die damit verbundenen Auswirkungen wiederum einer exakten Wirkungsanalyse unterzogen werden.”

Big Data spielen aber bereits in der Krisenprophylaxe eine wichtige Rolle: “Hier gilt es, latente Signale bzw. Themen zu identifizieren und laufend zu beobachten”, betont Naderer. Mit Hilfe moderner Verfahren (“Predictive Analytics”) können zukünftige Entwicklungen innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite vorhergesagt werden. Naderer: “So ist es mittlerweile bereits möglich, die Erfolgswahrscheinlichkeit eines YouTube Videos zu ermitteln, oder jene Kunden und Mitarbeiter zu identifizieren, die demnächst einen Vertrag kündigen oder das Unternehmen verlassen werden.”

Welche Erkenntnisse kann ich aus Big Data-Analysen ziehen?
Sebastian Naderer: “Die Erkenntnisse bzw. Ergebnisse von Big Data-Analysen sind sehr vielschichtig und hängen natürlich von der Art und dem Umfang der zu Grunde liegenden Daten ab. Im Bereich der Krisenkommunikation aber auch der Krisenprophylaxe helfen Big Data-Analysen dabei, tiefgreifende Einblicke in den Meinungsbildungsprozess und den Auswirkungen eines Risikos bzw. einer Krise auf die Marke, die Produkte, den Aktienkurs usw. zu nehmen und zukünftige Ereignissen (z.B. Handlungen involvierter Stakeholder) zu antizipieren. Damit können Kommunikationsinstrumente besser aufeinander abgestimmt bzw. orchestriert werden. Außerdem wird der Handlungsspielraum des Krisenmanagements beträchtlich erhöht.”

Schlechte Krisenkommunikation kann richtig teuer werden. Im April 2016 haben wikopreventk und die datrionGROUP eine umfassende Big-Data-Studie zum Thema Krisenkommunikation veröffentlicht. Hier geht es zu den wichtigsten Ergebnissen.

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