Echt und lebensnah


Das sind die Influencer von morgen

Zielgruppenoptimiert, relativ günstig und hip – das alles ist Influencer Marketing. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Firmen dazu, Kooperationen mit einflussreichen Bloggern einzugehen. Der Erfolg solcher Kampagnen bleibt jedoch oft hinter den Erwartungen zurück. Ist der Trend also schon wieder vorbei? Eine neue Studie zum Thema sagt: Nein – aber andere Meinungsmacher werden immer wichtiger.

Influencer sind mittlerweile überall. Der größte Werbehype seit der Entdeckung des Content-Marketings wurde in kürzester Zeit zu einer professionellen Industrie. Agenturen für Blogger-Relations sprießen allerorts aus dem Boden und selbsternannte Influencer-Profis ersinnen zum Teil fragwürdige Kampagnen. Den vorläufigen Höhepunkt fand diese Entwicklung vergangenen Sommer mit „Coral-Gate“ , der die Schleichwerbungs-Versuche des Waschmittel-Herstellers Coral unfreiwillig ins Lächerliche zog. Von der Glaubwürdigkeit mancher Online-Promis ist seither nicht mehr viel übrig. Das merken auch die Fans – und strafen ihre einstigen Idole mit hämischen Kommentaren und Like-Entzug (siehe auch der Artikel zu Lena Meyer-Landruts Telekom-Posting). Blogger, die hauptsächlich eigenen Content produzieren und Kooperationen mit Maß und Ziel einsetzen, dürfen sich aber weiterhin über eine wachsende Schar an Followern freuen. Die geschickte Auswahl passender Influencer für die eigene Marke wird für Unternehmen also immer wichtiger.

Das deutsche Model Fiona Erdmann machte sich für die #coralliebtdeinekleidung-Kampagne schmutzig – das sorgte für mehr Lacher als Likes. Bildrechte: Fiona Erdmann, Instagram

Um zu prüfen, ob sich Influencer-Marketing für Firmen langfristig auszahlt, wurden in einer Studie des deutschen Marktforschungsinstituts puls etwa 100 Marktenscheider und 1.000 Endkunden zum Thema befragt. Das überraschende Ergebnis: Während 64% der Marktentscheider eine zunehmende Bedeutung von Influencern erwarten, sehen das die Kunden anders. Fast die Hälfte der Befragten (48%) gibt an, dass in erster Linie die Relevanz der Empfehlungen von Freunden und Bekannten sowie Kundenbewertungen im Internet und Online-Foren steigen wird. Nur insgesamt 17% glauben an einen wachsenden Erfolg der Influencer auf Instagram, Youtube & Co.

Eine Kurzfassung der puls-Studie finden Sie hier: http://www.puls-marktforschung.de/40-publikationen/studien.html

Wenn die Einschätzungen der Studie stimmen, sollten Firmen in Zukunft die Verwendung ihres Online-Werbebudgets breiter streuen.  Die wahre Schlacht um die Kaufentscheidung wird nämlich nicht nur auf Instagram, sondern auch auf Amazon und in persönlichen Gesprächen gewonnen. Nur wer es schafft, mit realen Kundenbewertungen zu punkten, wird in Zukunft aus der Masse herausstechen. Wie man zufriedene Kunden dazu bringt, eine Bewertung im Internet abzugeben – das ist die Herausforderung, mit der sich Marketing-Experten schon jetzt auseinandersetzen müssen. Insbesondere im englischsprachigen Raum gibt es bereits zahlreiche Online-Services, die Unternehmen dabei unterstützen (zum Beispiel diese Tipps der Software YotPo). Bis dieser Trend auch bei uns zur Gänze angekommen ist, gilt das Motto: Gute Vorbereitung ist alles – und eine gelungene Produktplatzierung in der schönen heilen Instagram-Welt kann in keinem Fall schaden.

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