Im Auftrag von wikopreventk befragte  trigger research 123 Unternehmen und Führungskräfte aus Österreich und Südtirol zur Zukunft der Unternehmenskommunikation.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Kein Konzept. Fast 50 Prozent der heimischen Unternehmen haben keine übergeordnete, schriftlich festgehaltene Kommunikationsstrategie. Etwas besser ist die Situation, wenn es um spezielle Konzepte für Krisen oder Kampagnen geht: Hier verfügen 63 Prozent über eine klar definierte Strategie und „nur“ 37 Prozent agieren ohne Konzept.
  • Neue Adressaten. Ein Großteil der Befragten – konkret 84 Prozent – gibt an, dass die Bedeutung von Unternehmenskommunikation in den kommenden fünf Jahren steigen werde. Allerdings ändern sich nach Ansicht der Entscheidungsträger die Wichtigkeit der Zielgruppen und damit auch die Instrumente. Während heute Presse und Medien Hauptadressaten sind, würden in Zukunft KundInnen, MitarbeiterInnen und die Bevölkerung immer wichtiger.
  • Hochwertige Beratung ist gefragt. Bei einem externen Partner haben in den Unternehmen und Organisationen vor allem die hochwertige Beratung (75 Prozent) und ein fixer Ansprechpartner (74 Prozent) oberste Priorität. Nur sieben Prozent ist es besonders wichtig, dass die Beratung möglichst günstig ist.
  • Social Media und interne Kommunikation legen zu. Noch nützen 89 Prozent der Befragten aktuell Presse- und Medienarbeit als zentrales Mittel der Unternehmenskommunikation. 81 Prozent sagen aber, dass Social Media in den kommenden fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird, auf Platz zwei folgen Online-Newsletter und Blogs.
  • Spezialisten bei schwierigen Themen. Auf die Frage, welche Leistungen in den kommenden fünf Jahren ausgelagert werden sollen, antworteten 37 Prozent mit Krisenkommunikation, 37 Prozent mit Projektkommunikation (Kommunikation bei Investitionsvorhaben) und 35 Prozent mit Change Communications.

„Dass jedes zweite Unternehmen gänzlich auf eine schriftlich festgehaltene Strategie verzichtet, hat uns negativ überrascht. Wer ohne Strategie kommuniziert, verzettelt sich rasch und läuft dadurch Gefahr, ineffizient zu arbeiten. Alle Kommunikationsmaßnahmen müssen aufeinander abgestimmt sein und die Unternehmensziele unterstützen. Was darüber hinaus auffällt: Wenn es um besonders schwierige Aufgabenstellungen geht, suchen sich die Unternehmen Spezialisten.“

Ulrich Müller, Geschäftsführer wikopreventk